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Politische Gefangene, die die Haft nicht überlebten - Mosaike von Paolo Neri Während die herrschende Klasse und mit ihr die bürgerliche Presse bemüht sind, die revolutionäre Widerstandsgeschichte in der BRD zu verleugnen oder zumindest zu diskreditieren, stellt die Aneignung dieser Geschichte einen zentralen Faktor für uns dar. Als radikale Linke spielen bisherige Versuche, "Klassenkämpfe zu entfalten" (RAF, 1970) eine wichtige Rolle. Zum einen um Ideen für revolutionäre Politik heute zu entwickeln, zum anderen natürlich um aus Fehlern, die unter bestimmten gesellschaftlichen und historischen Bedingungen gemacht wurden, zu lernen. In diesem Kontext soll die Ausstellung Neris nicht nur ehemalige kämpfende Zusammenhänge wie die RAF stärker in den Fokus linksradikaler Diskussionen zu rücken, sondern vor allem auch auf die Gefangenen dieser Zusammenhänge aufmerksam zu machen, die die staatliche Repression in Knästen nicht überlebten. Aus diesem Grund wird die Ausstellung am 18. Oktober, dem 32. Jahrestag der Todesnacht von Stutgart-Stammheim, eröffnet. Ausstellung | 18. - 23.10. | Rotes Antiquariat und Galerie (Knesebeckstr. 13/14) Öffnungszeiten: täglich von 12 bis 19 Uhr.
Veranstaltungsreihe: Vernissage | 18.10. | 17:00 | Rotes Antiquariat und Galerie (Knesebeckstr. 13/14) Mit Paolo Neri, dem ehem. Anwalt von Andreas Baader und Schriftsteller Peter Chotjewitz und Gottfried Ensslin, Bruder von Gudrun Ensslin. Diskussion: Kunst als politische Ausdrucksform | 20.10. | 20:30 | Rotes Antiquariat und Galerie (Knesebeckstr. 13/14) Diskussion anlässlich der Mosaike von Paolo Neri über Kunst als Mittel politischen Ausdrucks. Mit Beiträgen von Paolo Neri, Peter Chotjewitz und AktivistInnen, die in diesem Bereich aktiv sind.
Film: Dalle Alpi Apuane | 22.10. | 19:00 | Rotes Antiquariat und Galerie (Knesebeckstr. 13/14) "Dalle Alpi Aquane" dokumentiert die Widerstadsgeschichte in den Apuanischen Bergen Norditalien, in denen Paolo Neri ausgewachsen ist. Im Fokus stehen der anarchistische und kommunistische Partisanen- und Frauenwiderstand zur Zeit des 2. Weltkriegs. Finissage | 23.10. | 19:00 | Rotes Antiquariat und Galerie (Knesebeckstr. 13/14) Die Ausstellung endet mit einem gemeinsamen Abend, bei dem die KünstlerInnen, TeilnehmerInnen und VeranstalterInnen nochmals zusammen treffen und für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen.
Veranstaltet vom Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen und dem Roten Antiquariat und Galerie C. Bartsch. |